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Leistung

Anschluss, Erweiterung, Modernisierung.

Auch im laufenden Betrieb – mit klarer Stillstandsplanung, Notabschaltkonzepten und sauberer Übergabedokumentation.

Industrieelektrik beginnt selten auf der grünen Wiese. Üblicherweise liegen Anlagenteile aus mehreren Generationen nebeneinander, Stromlaufpläne sind nicht mehr aktuell und Erweiterungen müssen sich in eine vorhandene Versorgungsstruktur einfügen, ohne den Betrieb anzuhalten. Wir sind darauf ausgelegt: Bestandsaufnahme vor Planung, Notabschaltkonzepte vor Eingriff, dokumentierter Stillstand statt improvisierter Kabelziehung. Im Ergebnis erhalten Sie Anlagen, die im Schichtbetrieb tragen und im Servicefall durch jeden Elektrofachmann nachvollzogen werden können – nicht nur durch denjenigen, der sie errichtet hat.

Maschinenanschluss und Inbetriebnahme.

Neue Maschinen schließen wir nach Vorgabe des Herstellers und in Abstimmung mit Ihrer Produktionsleitung an. Dazu gehört die Auswahl der passenden Leitungs- und Sicherungsdimensionierung nach VDE 0298-4, die Errichtung der Zuleitung in CEE-Stecksystem oder Festanschluss, die Einbindung in das vorhandene Schutzkonzept (FI/RCD, Überspannungsschutz, Erdung, Potentialausgleich) sowie die Erstinbetriebnahme nach VDE 0100-600. Sicherheitsrelevante Funktionen wie Not-Halt-Kreise und Schutztürüberwachung prüfen wir nach DIN VDE 0113 (EN 60204-1) und dokumentieren die Messwerte. Sie erhalten ein Inbetriebnahme-Protokoll, das im Audit Bestand hat.

Energieversorgung von Produktionsstraßen.

Für komplette Produktionslinien planen wir die Energieversorgung von der Mittelspannungsübergabe über die Niederspannungs-Hauptverteilung bis zum letzten Antrieb. Lastberechnung erfolgt nach DIN VDE 0100-712 unter Berücksichtigung von Gleichzeitigkeitsfaktoren und realistischen Reserven für spätere Erweiterungen. Wir bevorzugen typgeprüfte Schaltgerätekombinationen (DIN EN 61439-1/-2), modulare Aufbauten mit klar bezeichneten Abgängen und einer Trennung von Last-, Steuer- und Datenebene. Bei Sanierungen im Bestand arbeiten wir abschnittsweise mit definierten Umschalt-Fenstern, sodass die Produktion in den meisten Fällen nicht länger als eine Schicht steht.

Hauptverteilungen und Unterverteilungen.

Verteilungen dimensionieren wir mit mindestens 25 Prozent Reserve – sowohl in der Stromtragfähigkeit der Sammelschienen als auch im Platzangebot für zusätzliche Abgänge. Diese Reserve zahlt sich in jeder Erweiterungsphase aus und kostet bei Neubau nur wenige Prozent zusätzlich. Standard sind selektive Sicherungsstrategien (Staffelung nach Kurzschlussstrom und Auslösezeit), Überspannungsschutz nach den Schutzpegeln Typ 1, 2 und 3, sowie Energiemessung auf Verteilerebene als Grundlage für ein späteres Energiemanagement nach ISO 50001.

Notstrom und USV.

Wo Produktionsausfälle teuer werden oder sicherheitsrelevante Verbraucher (Brandmeldetechnik, Leitwarte, kritische IT) nicht ausfallen dürfen, planen wir Notstromversorgung – kleine USV-Anlagen für IT-Schränke, Dieselaggregate für komplette Hallen oder eine Kombination beider Welten. Schaltkriterien, Lasttests und Übergabesequenzen werden vor Einbau festgelegt und nach Errichtung im Realbetrieb geprüft. Erdung, Potentialausgleich und Blitzschutz-Zuarbeit liefern wir auf Wunsch mit oder koordinieren das mit Ihrem Blitzschutz-Fachbetrieb.

Wartung und Wiederholungsprüfung.

Nach Errichtung übernimmt die LED Service GmbH auf Wunsch die wiederkehrende DGUV V3-Prüfung und Wartung der Anlage im Rahmen eines Wartungsvertrages – mit definierter Reaktionszeit, digitaler Wartungsdokumentation und 24/7 Notdienst. Da die Service-Techniker dieselbe Anlagenkenntnis nutzen wie unsere Errichter, entfällt die übliche Einarbeitungszeit im Störungsfall.